Unterrichtsinhalte

Die Themen oder “Fächer”, aus denen das “Gitarrespielen” besteht und die im Unterricht vorkommen

Griffbrettkenntnisse:

Bei den Griffbrettkenntnissen geht es darum, die Musik auf dem Gitarrengriffbrett verstehen zu erlernen. Hier meine ich Akkorde, Tonleitern und Arpeggien,
deren Darstellung in sog. “Fingersätzen” erfolgt. Jedes Lied, jeder Lick,  jede Melodie oder Phrase basiert letztendlich auf einem dieser drei Überbegriffe.
So ist es wichtig zu wissen, wo welcher Fingersatz oder Akkord auf dem Gitarrenhals liegt und auf welche Arten man ihn greifen bzw. spielen kann und wie sie zusammenhängen. Für Gitarristen, die improvisieren oder eigene Songs/Stücke/Soli schreiben wollen, ist dies ein ganz wichtiges Handwerkszeug.
Es ist für das gemeinsame Zusammenspiel extrem wichtig, dass klar ist, welche Töne sich auf dem Griffbrett befinden, um so problemlos Akkorde greifen zu können und Melodien umsetzen zu können.

Spieltechnik:

Bei der Haltung geht es um den Einsatz der rechten und linken Hand beim Gitarrenspiel. Es gibt für die rechte Hand  unterschiedliche Anschlags- oder Zupfmöglichkeiten. z.B. Fingerpicking, Wechselschlag, Hybridpicking, Tapping, mit Plektrum Alternatepicking, Ökonomiepicking, Sweeping, usw.
Für die linke Hand gibt es neben dem Erlernen des normalen Greifens ebenfalls verschiedene Techniken z.B. Slide, Bending, Hammer-ons, Pull-offs, Rolling, Vibrato usw..
Es geht darum, diese Techniken kennenzulernen, zu trainieren und dem jeweiligen Stil entsprechend einzusetzen. Diese ganzen Techniken zeichnen einen guten Gitarristen aus.

Rhythmik:

Die Musik besteht im Prinzip aus einer Aneinanderreihung von Tönen, die neben einer bestimmten Tonhöhe auch eine bestimmte Tonlänge haben und in einem bestimmten Tempo gespielt werden. Es geht also darum, die verschiedenen Noten- und Pausenwerte kennenzulernen und umsetzen zu können, ohne dabei das Tempo aus den Augen zu verlieren. Rhythmik ist beim Musikmachen ganz wichtig, dabei spielt auch das “Timing” und die “Dynamik” d.h. wie laut eine Note gespielt wird, eine große Rolle.

Harmonielehre:

Bei der Harmonielehre geht es um den musikalischen Zusammenhang von Melodien, Akkorden, Tonarten. Welche Tonleiter passt über welche Akkordfolge oder welche Akkorde passen zu einer Melodie und warum? Du lernst hier Intervalle, also der Abstand von Tonabständen, Akkordsymbole mit Zahlen (Cmaj7) deuten, den Quintenzirkel, die modalen Skalen (=Kirchentonleitern) usw. kennen und anzuwenden.
Zum Komponieren ist die Harmonielehre ein sehr wichtiges Werkzeug.
Wer ein Lied mal eben von C nach E transponieren möchte, braucht ebenfalls Kenntnisse über Harmonielehre. Aber keine Angst: so schwierig ist das nicht!

Blattspiel:

Blattspiel heißt Noten lesen lernen. Wir beginnen in der ersten Lage und erlernen später das ganze Griffbrett. Auch wenn es mittlerweile vieles in Noten und Tabulaturen gibt, ist das Blattspiel doch sehr hilfreich, weil man dann sicher weiß, wo sich welcher Ton befindet und auch den Rhythmus besser lesen kann.
Die Schüler, die bei mir beginnen, lernen zunächst die Einzelnoten und sind so in der Lage, schnell Melodien vom Blatt zu spielen.
Sie erlangen so über das Blattspielen einen guten Zugang zu den Liedern und eine gute Basis für das weitere Gitarrenspiel.

Gehörbildung:

Hier wird das  Tongehör entwickelt. Es geht um das Hören von Intervallen (Tonabständen), Akkorden und Tonleitern. Es fördert das harmonische Vorstellungsvermögen, erleichtert u. a. das Merken von Fingersätzen und das Heraushören von Songs, Soli, etc. Wichtig ist dies auch im Zusammenhang mit Komposition und Improvisation. Dies ist eher ein Bereich für Fortgeschrittene.

Improvisation:

Es geht um spontanes Spielen von Soli oder Fill-Ins über festgelegte Akkordfolgen oder Akkordsoli für Fortgeschrittene, die schon über solide Technik/Rhythmik/Griffbrettkenntnisse/Harmonielehre verfügen. Es werden Ideen und Konzepte zum Erlernen und Üben von Improvisation vermittelt, die dazu führen, dass Du immer freier wirst und Deinen Stil  findest.

Stilistik:

Es geht um das Kennenlernen und Spielen von verschiedenen Stilrichtungen z.B. Blues, Heavy Metal, Country, Jazz, Fusion, Funk , um nur einige wenige zu nennen. Natürlich gibt es auch Klassik, spanische Gitarre (Flamenco), Fingerpicking-Style usw. Es geht darum, was welchen Stil ausmacht, wo z.B. die technischen, rhythmischen, harmonischen Unterschiede liegen und wie man mit seinem Können am einfachsten eine “neue” Stilrichtung erlernt. Bei der Stilistik ist es aber auch so, dass es kaum Gitarristen gibt, die alle Stile gleich gut beherrschen.